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And what have you done (2025)

So this is Christmas and what have you done?

Another year over, a new one just begun…

(John Lennon)
Rückblick auf 2025 – mit KI erstellt. Prompt: „Ein Lehrer, der zwischen Kalenderblättern aus dem Jahr 2025 reflektiert über Persönlichkeitsbildung und eigenständiges Lernen, über PodCast, einen Newsletter und seinen Blog. Farben und orange und blau, origami“

Auch wenn John Lennon bei seinem Lied an ein Kriegsende gedacht und seine Hoffnung auf Frieden zum Ausdruck gebracht hat, lassen mich diese Zeilen des Songs nicht los, seit wir sie beim Engelsingen mit im Program hatten:

Daher nehme ich die Zeit zwischen den Jahren zum Anlass, auf 2025 zurückzuschauen und einen Ausblick auf 2026 zu wagen:

Was hatte ich mir (für 2025) vorgenommen?

Ich hatte mich 2024 entschieden, weniger zu unterrichten, um mehr Zeit zu haben für den Kontext des Unterrichtens: Ich wollte mehr Zeit haben für diesen Blog, aber auch mehr Zeit um zu netzwerken sowie Schule und besonders Unterricht zu entwickeln.

Was ich entwickeln wollte, ist lange klar: Es geht mir um einen Unterricht, in dem meine Schüler:innen sich und ihre Persönlichkeit entwickeln können, der zugleich eigenständiges Lernen ermöglicht, durch Methoden wie die Lesejournal- und Portfolioarbeit oder durch Scrum.

Daher wollte ich mehr bloggen über aktuelle Entwicklungen in meinem Unterricht, ich wollte mehr Fortbildungen geben und dabei mehr netzwerken, um von und mit anderen zu lernen. Dafür hatte ich mir bereits im Sommer 2024 vorgenommen, einen PodCast zu starten, wie im ersten Blogartikel 2025 erläutert.

Was habe ich 2025 gemacht?

2025 war ein Jahr der Projekte:

  • Vom Projekt mit der Universität Bremen „Digital Literacy. Future Skills für Studierende in Zeiten von KI“ konnte ich bereits berichten. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen, aber ich habe schon für etliche Module Referierende gefunden. 2026 geht es also vor allem um die Produktion des Contents für den Moodle-Kurs.
  • Von einem Projekt gibt es noch nichts Konkretes zu sehen, aber das wird sich bald ändern. Es geht dabei um den Einsatz von Tablets im Unterricht. Vor allem geht es dabei nicht (nur) um die praktische Umsetzung, sondern um das große Ganze, die Lernkultur. In diesem Rahmen ist auch einer meiner letzten Blogtexte entstanden: Lernprozesse als Leistung betrachten. Besonders die Grafiken sind mir dabei ans Herz gewachsen, weil sich in ihnen spiegelt, dass die KMK mit ihrer Idee von Schule bisweilen sehr nah an meiner bewegt.
  • Auch in meiner Schule und meinem Unterricht haben sich wunderbare Projekte entwickelt,
    • Unser Schulentwicklungsformat „Das blaue Forum“ hat sogar einen eigenen Blog bekommen: Unter DasBlaueForum.de berichte ich von unseren ersten Abenden.
    • In meiner Klasse habe ich zudem seit Sommer den Klassenrat eingeführt, da ich Demokratiebildung (zunehmend) unverzichtbar finde. Leider habe ich es noch nicht geschafft, dazu zu bloggen.
    • Seit Sommer probiere ich methodisch, meine Lernenden zum digitalen Notieren zu befähigen. Ich nenne es „Notiz-Labor“.Es geht dabei einerseits um die Fähigkeiten, eigene Gedanken zu formulieren, was Lernenden in Zeiten von KI bisweilen schwerer fällt. Andererseits geht es mir um die kulturellen Fähigkeiten dahinter: Digital sollten wir Gedanken durch Links vernetzen, sozial wiederum Ideen und Konzepte miteinander teilen können. Der Austausch dazu auf dem OER-Camp war beflügelnd:

Was habe ich 2026 vor?

2026 habe ich weiterhin meine inhaltlichen Schwerpunkte „Persönlichkeitsbildung“ und „eigenständiges Lernen“ im Blick, werde aber auch neue Wege ausprobieren:

Newsletter „Laut denken“

Ich habe mich entschieden, ab 2026 einen Newsletter herauszugeben. Er wird den programmatischen Titel „Laut denken“ tragen. Seit ich meinen Account bei Twitter nicht mehr nutze, haben sich meine Netzwerke über verschiedene Plattformen entwickelt. Zugleich sind diese so fragmentiert, dass ich mich (wieder) mehr auf die klassischen Formate „Blog“ und „Newsletter“ konzentriere.

Im Newsletter sollen zentrale Gedanken gebündelt werden, die ich über meine zentralen Netzwerke (BlueSky, Mastodon, Instagram, LinkedIn) hinweg teile, aber auch sammle. Den Newsletter kannst du hier abonieren.

PodCast „Alleine:lassen“

Für meinen PodCast habe ich alles vorbereitet, neben den technischen Lösungen habe ich ein musikalisches Leitmotiv entwickelt und einspielen lassen, ich lasse mir ein Cover mit zugehörigem Video-Teaser sowie meinen DJ-Controller als Web-Anwendung gestalten. Dazu habe ich Zusagen meiner Gäste für die erste kleine Staffel von 6 Folgen.

Inhaltlich geht es um das Spannungsfeld zwischen der Ermöglichung von Eigenständigkeit einerseits und der Überforderung durch zu viel Eigenständigkeit andererseits; sowie um die Muster, die für uns Lehrende hinter den unterschiedlichen Wegen in die Eigenständigkeit Lernender liegen.

Netzwerk – selbstorganisiertes und eigenverantwortliches Lernen in der Schule gemeinsam entwickeln

Passend dazu bin ich seit einigen Wochen Mitglied eines regionalen Netzwerkes, das sich um genau diese Fragen im eigenen Unterricht dreht. Ich bin sehr gespannt auf unseren ersten Besuch in einer Schule – und werde natürlich berichten…

Apple Distinguished Educator

Seit wenigen Tagen darf ich auch berichten, dass ich im Jahr 2026 Teil des Netzwerk der ADE bin… Da ich im Unterricht in allen meinen Lerngruppen die an meiner Schule eingeführten iPads intensiv und konsequent nutze, freue ich mich sehr auf Inspirationen und Austausch in der Community!

Austausch mit Studierenden über Persönlichkeitsentwicklung

Ein ganz besonderes Ereignis steht für den 28. Januar an. In Kooperation mit Britta Kloppsch begleite ich an der Universität Karlsruhe das Seminar „Persönlichkeitsentwicklung  als Facette gelingender Lernprozesse“. In der ersten Phase haben die Studierenden dort zu eigenen Schwerpunkten recherchiert und eigene Paper verfasst.

Nun werden wir die Ergebnisse zusammenführen und wollen uns am 28.1. mit einigen Lehrkräften über die Ergebnisse und Persönlichkeitsentwicklung insgesamt austauschen. Eine konkrete Einladung folgt, wenn Du Lust hast, dabei zu sein, melde dich gerne bei mir über Niels(a)digilog.blog.

Meine Vorsätze für 2026

Mehr Fortbildungen

Seit ich Stunden reduziert habe, habe ich einen freien Tag. Diesen nutze ich gerne, um Fortbildungen zu geben und Schulen an pädagogischen Tagen zu begleiten. Das macht einerseits einfach Spaß, vor allem aber lerne ich selbst immer durch die Einblicke dazu und erweitere mein Netzwerk. Damit fügt sich das sehr gut in das große Bild meiner eigenen Entwicklung.

Mehr Bloggen

Zu guter Letzt nehme ich mir seit Jahren vor, mehr zu bloggen. Blogtexte zu verfassen entspannt mich. Vor allem hilft das Bloggen, mein Handeln zu reflektieren:

Schreiben heißt: sich selber lesen.

Max Frisch

Zugleich nehme ich mir seit Jahren vor, mehr zu bloggen. Daher quantifiziere ich das nun:

  • Die meisten Zugriffe auf meinen Blog hatte ich im Jahr 2022 mit etwas mehr als 7200 Zugriffen. Das möchte ich dieses Jahr toppen – auch wenn die Zahl der Zugriffe nicht der entscheidende ist.
  • Die meisten Blogtexte habe ich im Jahr 2021 (während Corona) verfasst, es waren 19. Auch diese Zahl möchte ich dieses Jahr übertreffen.

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